Zwei Männer im modernen Büro und Casual-Bekleidung besprechen Unterlagen.

Governance, Compliance & ethische Prinzipien

Wir handeln regelkonform im Hinblick auf
alle anwendbaren Gesetze, gesellschaftlichen Richtlinien und unsere Wertvorstellungen.

Weiterlesen

Strategie

Verlässlichkeit, Integrität und Transparenz als Basis unseres Handelns

Verantwortungsvolle Unternehmensführung ist unser Leitprinzip – unsere Governance schafft den Rahmen dafür, verantwortungsvoll, nachhaltig und werteorientiert zu handeln. Nachhaltigkeit ist fest in allen Geschäftsbereichen verankert, Leitlinien und Kontrollmechanismen sichern Integrität, Verlässlichkeit und Transparenz. Sie sorgen dafür, dass ökologische, soziale und Compliance-Standards systematisch in den Managementprozessen verankert sind, geben klare Orientierung für alle Mitarbeitenden und schaffen verbindliche Regeln.

Wir handeln gesetzeskonform und ethisch. Wir verhindern Korruption und unlautere Geschäftspraktiken konsequent, bewahren die Integrität der Unter­nehmenskultur bei O2 Telefónica und stellen die Umsetzung von Datenschutz- und Compliance-Standards sicher. Damit schützen wir unsere Reputation, das Vertrauen unserer Stakeholder und die Grundlage für langfristigen Unternehmenserfolg.

Richtlinien

Integrität leben und regelkonform handeln

Unsere Geschäftsgrundsätze dokumentieren die ethischen Grundlagen und sind der verbindliche Verhaltenskodex bei O2 Telefónica – auch zu Nachhaltigkeits­themen, wie Menschenrechte, Klimaverantwortung oder verantwortungsvolle Nutzung von digitalen Technologien.

Mit der Antikorruptionsrichtlinie, die sich an der UN-Konvention gegen Korruption, dem nationalen Strafrecht und den OECD-Leitlinien orientiert, bekennen wir uns klar zu Null-Toleranz gegenüber Bestechung und unlauteren Geschäftspraktiken. Zugleich definiert die Richtlinie Compliance-Organisation den Aufbau des Compliance-Management-Systems mit internen Strukturen, Rollen und Verantwortlichkeiten, um Gesetzesverstöße, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden vorzubeugen. Die Richtlinie zur Kartellrechtsprävention gibt einen Überblick über die gesetzlichen Regelungen und verbotenen Verhaltensweisen; sie ist für alle Mitarbeitenden verpflichtend. Die Richtlinie zu Geschenken und Einladungen sorgt dafür, dass wir Interessenkonflikte minimieren, während die Richtlinie zu Trainingspflichten die Trainings­anforderungen definiert, damit alle Mitarbeitenden unsere Standards kennen und leben.

Als Teil unserer verantwortlichen Unternehmensführung setzen wir auf ein nach ISO 22301 zertifiziertes Business Continuity Management (BCM). Die BCM-Richtlinie regelt Impact- und Risikoanalysen sowie die Notfallplanung, damit kritische Geschäftsprozesse auch bei Störungen so resilient wie möglich bleiben. Das BCM-System wird regelmäßig auditiert, auch 2025 wurde die externe Zertifizierung bestätigt. Ergänzend sorgt das IT Service Continuity Management (ITSCM) basierend auf ISO 27031 für die Resilienz unserer IT- und Netzwerk-Infrastruktur. 2025 wurde ein Regelprozess für Transparenz und Disaster-Recovery-Pläne etabliert.

Um unsere Unternehmenskultur aktiv zu leben und höchste Standards in Bezug auf Menschenrechte, Umweltschutz und Integrität zu fördern, haben wir ein umfassendes Hinweisgebersystem etabliert. Es ermöglicht die Meldung von Hinweisen zu menschenrechtlichen und umweltbezogenen Risiken gemäß dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), zu Korruption oder Betrug laut Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) sowie zu internen Regelungen.

Das Hinweisgeberverfahren beschreibt transparent, wie solche Meldungen erfolgen können – anonym und nicht-anonym an eine unabhängige Ombudsperson. Die Meldung ist in 21 Sprachen möglich und kann online, per Brief oder Telefon erfolgen. Zusätzlich stehen ein Human-Rights-Postfach sowie ein Compliance-Mailpostfach zur Verfügung. Die Whistleblowing-Richtlinie schützt hinweisgebende Personen, da ihnen keine Nachteile entstehen sollen. Weitere Informationen zu unseren Due-Diligence-Prozessen finden Sie im Kapitel Menschenrechte.

Ziele

Bis Ende 2025

  • darf es keine Korruptionsfälle im Unternehmen geben,
  • sollten mehr als 95 % unserer Mitarbeitenden die Schulung zu den Geschäfts­grundsätzen erfolgreich absolviert haben.

Performance

Wir bleiben unserem Anspruch treu

  • 2025 verzeichneten wir wie im Vorjahr 0 Korruptionsfälle und haben damit unser Ziel erreicht.
  • 85,4 % (2024: 94,7 %) der Mitarbeitenden haben die Schulung zu den Geschäftsgrundsätzen erfolgreich absolviert. Somit liegen wir trotz weiterhin guter Abschlussquote unter dem von uns angestrebten Wert.

Maßnahmen

So sichern wir Integrität und Handlungsfähigkeit

Wir stellen uns robust auf: Für Krisenfälle oder Störungen ist im Rahmen unseres BCMs sowie auf Grundlage der Krisenmanagement-Richtlinie vorgesorgt. So sind alle wichtigen Datacenter und Core Sites örtlich voneinander getrennt, aber synchronisiert und darauf ausgelegt, 48 Stunden autark betrieben werden zu können. Für Katastrophenlagen stehen mobile Netzersatzanlagen, Pumpen und Klimageräte bereit. Zudem sind Notfall-Offices eingerichtet, die auch bei Ausfällen über Satellit mit dem Internet verbunden bleiben.

Wissen schafft Sicherheit: Die Schulung zu den Geschäftsgrundsätzen und Menschenrechten ist für alle Mitarbeitenden verpflichtend und wird alle drei Jahre wiederholt, ebenso das Training zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). In der Schulung zu den Geschäftsgrundsätzen sind auch Korruptionsprävention, Kartellrecht und ESG-Themen, wie nachhaltiges Lieferkettenmanagement, Klimaverantwortung, Kreislaufwirtschaft oder verantwortungsvolle Nutzung von digitalen Technologien, enthalten. Zusätzlich bieten wir ein freiwilliges Intensivtraining zur Korruptionsbekämpfung, das den korrekten Umgang mit Geschenken und Einladungen sowie die Erkennung und Reaktion auf Bestechungsversuche vermittelt.

Das Senior Leadership Team bestätigt jährlich die Einhaltung der Anti-Korruptionsvorgaben im Rahmen des konzernweiten Zertifizierungsprozesses; Geschäftspartnerinnen und ‑partner verpflichten sich vertraglich zur Einhaltung entsprechender Antikorruptionsklauseln.

Förderung der Speak-up-Kultur und Stärkung von Compliance Bewusstsein: Wir beobachten laufend die Gesetzeslage und sensibilisieren zu Compliance und ethischem Handeln – durch Awareness-Maßnahmen, interne Kommunikation und das Whistleblower-System. Hinweise werden vertraulich behandelt und von einem geschulten Team bearbeitet. Auf diese Weise fördern wir die Verankerung ethischen Handelns in unsere Unternehmenskultur.

Business Value

Rechtssicherheit digital gedacht

Wir digitalisieren Rechts- und Compliance-Prozesse mit Legal-Tech-Tools und ermöglichen so eine revisionsgerechte Dokumentation für Transparenz und Kontinuität – bereichsübergreifend und künftig cloudbasiert. Dadurch beantworten wir Rechtsanfragen schneller, gestalten Prozesse effizienter und verbessern die Compliance-Dokumentation für mehr Vertrauen und Sicherheit. Klare digitale Workflows reduzieren Risiken bei Datenschutz und rechtlichen Prozessen. Geschäftskunden können von verbessertem Datenschutz, verlässlicher Compliance und beschleunigten Reaktionszeiten profitieren.

Nächste Schritte

Wir machen Compliance smart

Wir wollen Compliance-Prozesse weiter digitalisieren – mit Legal-Tech sowie Self-Service-Plattformen für Zertifikate und Audits für unsere Geschäftskunden. Schulungen werden durch Micro-Learning und Gamification ergänzt.